kosmonauten-träume
2008-12-16
fym hat bei ben_ auf den punkt gebracht, warum ich etwas traurig war über wall-e, der so gut angefangen hat.
mein vater hat sogar den film geguckt, obwohl er grundsätzlich keine animationsfilme guckt, und schon gar nicht mit blechrobotern. und er hat bestätigt, was fym gesagt hat, und was ich unterschreibe: die besten stellen sind die, in denen man die menschlichkeit in der blechbüchse spührt. die sehnsucht nach der menschlichkeit. eve als gegensatz geht grad noch, solange alles auf der erde und zweisam ist. alles andere ist grober flacher unfug.
die ersten minuten mit wall-e haben mich auch ein wenig an die kosmonautenträume aus der kindheit erinnern lassen. damals, als wir in pfützen gespielt haben bis tief in die nacht, und sich nach sonnenuntergang der riesige sibirische himmel auftat mit so vielen sternen, dass man die milchstraße als tatsächlich milchiges band am himmel sah. und jeder kleine junge wusste, dass Gagarin es geschafft hat dorthin. als erster. da wollten wir hin. da schien die zukunft zu sein.
diese kindheitsträume schlummern tief versteckt, bis sie von filmen wie wall-e oder ben_s schwärmerei über Baikonur wieder hervorgerufen werden und das gefühl so präsent ist, als wäre alles gestern.
und ich habe wieder eine melodie im kopf, die eines alten russischen liedes, das im refrain darüber singt, dass der kosmonaut im weltall nicht von raketen träumt. sondern von seinem elternhaus im heimatdorf auf der erde.
passt ganz gut zum thema: