getting things done

 

man bietet mir an zu lernen zu funktionieren. ich frage mich, inwiefern ein system, in das ich mich und meine handlungen einbette, nicht meine kreativität beschneidet. eine sehr bestechende vorstellung treibt mich, getting things done trotzdem auszuprobieren.

diese vorstellung ist: den kopf leer zu haben.

wann habe ich es zum letzten mal erlebt? ich glaub ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten mal in etwas völlig aufgegangen bin. vielleicht ist es auch gar nicht so lange her. irgendwo beim coden, oder beim joggen, oder beim sex. aber so genau erinnern kann ich mich kaum. immer ist der kopf voll. und den leer zu kriegen, das erscheint mir erstrebenswert. denn nur eine leere tasse kann man wieder füllen. und nur ein geist, der leer ist, kann wunder vollbringen. dann bin ich aber auch so konsequent und mache endlich regelmäßig yoga.

Comments:

ben_ am 2008-10-15

Es gibt ja Leute, die mögen das GTD-Zeug wirklich. Sogar Leute die ich mag und schätze. Aber ich halte davon wenig. Umgenauszusein landet das bei mir in einem Topf mit der Informationsflutlüge. Es gab schon immer mehr Informationen als man aufnehmen konnte und schon immer mehr Arbeit als man schaffen konnte. Und dass sie Menschen nicht so effektiv sind, wie sie es sein könnten, liegt daran, dass wir nicht in der besten aller Welten leben, sondern von Natur aus unvollkommen, neugierig, ablenkbar, widerspenstig und faul sind. So sind Menschen. Embrace Constraints!


Konstantin am 2008-10-15

übrigens apropos information-overload-lüge: Clay Shirky - It's Not Information Overload. It's Filter Failure.


Konstantin am 2008-10-15

und zu "embrace constraints" - GTD ist ja auch ein korsett, das einem helfen soll. ich fürchte etwas anderes: dass ich produktiver werde. aber nicht kreativer. dass ich anfange in einem system zu denken, welches mich einschränkt, meine gedankengänge, meine einfälle, meine improvisation, somit meine kreativen möglichkeiten. und kreativität ist eine meiner stärken, vielleicht meine stärkste.


Konstantin am 2008-10-17

da schickt mir ben_ doch ein link zu Lobos neuem buch "Dinge geregelt kriegen", mit einem hervorragenden werbespot dafür:

allein: ich glaub, dass Lobos vorgehen für mich wenig nützlich ist. ich bin ein totaler chaot, aber dafür strukturiert. und damit lässt sich so ein schlamassel wie gottes werk anders lösen als mit GTD.


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Getting Things Done

Soll beim Zeitmanagement helfen. Ich bin mir nicht sicher, ob das so gut klappt.

thoughts

meine gedanken, aufgeschrieben. roh, unvollendet, gern radikal, hoffentlich inspirierend, selten konkret. ein notizblog von Konstantin Weiss, angereichert mit meinem begriffs-lexikon.

time management

ich bin mir nicht sicher, ob man zeit managen sollte. bedeutet das, sich der vorstellung zu verschließen, dass man zu jedem zeitpunkt intuitiv wissen kann, was zu tun ist?

 
Yoga

Vor allem ein Werkzeug: durch die Wahrnehmung, Bewusstwerdung und Beherrschung des Körpers kommt es zum selbigen des Geistes. Hab ich noch nicht ausführlich getestet.

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