getting things done
2008-10-15
man bietet mir an zu lernen zu funktionieren. ich frage mich, inwiefern ein system, in das ich mich und meine handlungen einbette, nicht meine kreativität beschneidet. eine sehr bestechende vorstellung treibt mich, getting things done trotzdem auszuprobieren.
diese vorstellung ist: den kopf leer zu haben.
wann habe ich es zum letzten mal erlebt? ich glaub ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten mal in etwas völlig aufgegangen bin. vielleicht ist es auch gar nicht so lange her. irgendwo beim coden, oder beim joggen, oder beim sex. aber so genau erinnern kann ich mich kaum. immer ist der kopf voll. und den leer zu kriegen, das erscheint mir erstrebenswert. denn nur eine leere tasse kann man wieder füllen. und nur ein geist, der leer ist, kann wunder vollbringen. dann bin ich aber auch so konsequent und mache endlich regelmäßig yoga.
Es gibt ja Leute, die mögen das GTD-Zeug wirklich. Sogar Leute die ich mag und schätze. Aber ich halte davon wenig. Umgenauszusein landet das bei mir in einem Topf mit der Informationsflutlüge. Es gab schon immer mehr Informationen als man aufnehmen konnte und schon immer mehr Arbeit als man schaffen konnte. Und dass sie Menschen nicht so effektiv sind, wie sie es sein könnten, liegt daran, dass wir nicht in der besten aller Welten leben, sondern von Natur aus unvollkommen, neugierig, ablenkbar, widerspenstig und faul sind. So sind Menschen. Embrace Constraints!