die stärke des kölner doms

 

ich bin zu der meinung gekommen: der kölner dom ist nicht schön. ja, er ist protzig. er ist groß, und er ist hoch. aber was hat man von dieser höhe? wenn man in seiner nähe steht, sieht er für mich aus wie ein großer, vom wetter gepeitschter felsen. die ganzen verzierungen sehen eher wie flecktarn einer felsformation aus. und die höhe sieht man nicht, wenn man davor steht. wenn man rein geht, ist er eng. hohe decken zwar. und die fenster sind zum teil imposant. auch der schnitt ist wesentlich besser als von manch anderer kirche (bambergs zum beispiel), aber die größe geht völlig abhanden. der dom ist gedrungen, er ist weder einladend großzügig, noch ergibt sich für mich ein architektonischer rhythmus, der melodisch ist. allein ein wahrzeichen ist der dom, und da macht er alles wett, was er an architektonischer leistung verfehlt. selten habe ich so eine stärke einer marke erlebt. selten habe ich eine marke so schnell neue menschen in ihrem umfeld zu jüngern bekehren gesehen. das ist für mich die wahre kathedrale der kultur. der dom.

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Architektur

Im Studium dachte ich ab und zu: vielleicht ist meine Berufung eher, Architekt zu werden? Jetzt bin ich es indirekt geworden, nämlich Informationsarchitekt.

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Das Aufbauen einer Marke in unseren Köpfen. Marken sind nichts, wenn unser inneres Bild davon nicht bestimmte Werte mit der Marke assoziiert.

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meine gedanken, aufgeschrieben. roh, unvollendet, gern radikal, hoffentlich inspirierend, selten konkret. ein notizblog von Konstantin Weiss, angereichert mit meinem begriffs-lexikon.

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