apples prioritäten

 

wenn man sich apples verkaufszahlen anguckt, ist klar zu sehen: ipods. iphones. dann erst macs.

wenn jetzt noch das ipad hinzukommt und wie eine bombe einschlägt, frage ich mich, welche priorität die laptops bei apple heute und in naher zukunft haben. es wäre für mich persönlich sehr schade, wenn macs und das osx auf der strecke blieben. es ist immer noch mein produktivitätswerkzeug nr. 1. und mit dem ipad sieht man zumindest, wo bei apple die reise nicht hingeht: richtung offener werkzeuge.

ob apple die macs irgendwann einstampft?

zwar sind die medien-geräte (ipod, iphone) nicht autark, müssen zumindest initial durch einen rechner bespielt werden. aber braucht apple dazu die macs, oder reicht itunes nicht aus, und man überlässt das feld den pcs?

das motto "wenn du gute software machen willst, musst du auch die hardware dazu machen" könnte man auch übertragen auf "wenn du gute medien-geräte machen willst, musst du auch die rechner dazu machen, um die medien-geräte zu besipielen". aber ob das gilt? ich hab das gefühl, dass geräte der ipad-kategorie schnell abheben und ohne pcs auskommen werden.

Comments:

chrismue am 2010-02-14

Ich glaube es ist unvermeidlich, dass Apple zum puren Unterhaltungselektronik Anbieter verkommt, auch wenn ihr Erfolg noch sehr lange die Mac-Sparte querfinanzieren wird. Die spannendere Frage wird, wer schließt die Lücke die Apple irgendwann mal hinterlassen wird (Premium Desktops) oder noch weiter gefragt, ist das überhaupt noch ein zu füllendes Segment? Im Elektronik-Bereich hat sich Premium halt lange überlebt.


Konstantin am 2010-02-14

eben - ist das noch ein zu füllendes segment? was die frage beinhaltet: haben wir, die halbberuflichen erschaffer (konzepter, designer, entwickler), noch signifikanz? ich hab ja hoffnung gehabt, als ich sah, wie die entwicklergemeinde samt ruby-on-rails-anhängerschaft zu macs migrierte.


chrismue am 2010-02-15

Macs waren/sind eine Domäne, wenn es um Printgestaltung ging bzw. geht. Stichwort Farbmanagement war Jahrzehnhte das Totschlagargument. Auch liefen Adobe-Programme zu Power-PC-CPU Zeiten immer einen Tick besser, als auf einem normalen PC. Diese Zeiten sind lange vorbei und Printgestaltung geht den Weg des Dodos. Effektiv gesehen werden Macs als Arbeitsmittel immer bedeutungsloser. Ironischerweise rettet Microsofts völlige Unfähigkeit ein modernes OS zu entwickelt Macs als verlässliches Werkzeug. Gäbe es ein echt ebenbürtiges Pendant zu OSX, dann sähe ich keinen Grund mehr für einen Mac. Glücklicherweise spielt hier Microsoft Apple die Karten zu, insofern denke ich, werden wir noch viele Jahre neue Macs sehen, denn mit den Wurstfingern in Photoshop Freistellen ist ebenso realistisch wie ein effektives OS von Microsoft. :)


Konstantin am 2010-02-15

vorgestern hat sich eine freundin von uns ein macbook gekauft. sie hatte davor immer einen pc gehabt und wollte nen neuen rechner. dann hat sie festgestellt: inzwischen hat sie in ihrem bekanntenkreis so viele mac-besitzer, dass für sie kein risiko mehr bestand "allein" zu sein - hilfe würde sie schon bekommen.
so war sie denn auch hier gestern, um den mac einzurichten. nachdem sie mir erzählte, was sie mit dem rechner alles machen wolle, dachte ich:

sie braucht ein ipad, nicht nen mac. email, fotos, musik, internet. wofür sich mit einem file-system rumschlagen?

diese käuferschichten werden bei den macbooks wegbrechen. das sind leute wie meine eltern und ihre freunde, leute unserer generation, die zu hause keinen bock auf systemadministration haben.

ich ging früher davon aus, dass leute den umgang mit nem rechner samt basaler programmierung erlernen werden, weil man das braucht wie lesen und schreiben. stimmt aber nicht. arbeiten tun die meisten in größeren firmen, und da gibt es die systemadmins, die einem das abnehmen, was apple im privaten dann mit dem ipad-os abnehmen wird.


ben_ am 2012-02-23

Heute wahrer denn je. Leider ist das tragisch.


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Apple Inc.

firma, die computer- und medientechnologie herstellt. ux-getrieben, begnügt man sich nicht mit der erstellung von software, sondern auch von hardware sowie der gestaltung gesamter (öko-)systeme, in denen die produkte eingebunden sind.

iPhone

das iphone ist das gerät mit dem intuitivsten user interface, was ich kenne, um tele-kommunikation zwischen zwei menschen zu ermöglichen. je intuitiver ein gerät, desto mehr werden menschen dafür geld ausgeben.

iPod

dieser mp3-spieler hat den musikkonsum revolutioniert. mein ipod der 4. generation brachte mir viele stunden tiefer freude.

 

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