facebook einen nutzen geben

 

so. nagelneuen facebook-account eingerichet. mit einem ganz bestimmten ziel: blog-posts verbreiten. aus einer proprietären plattform rauszuverlinken, ins freie, offene netz.

denn: warum sich durch ein dogma einschränken lassen, wenn man das proprietäre für die ziele des open web nutzen kann?

Peter Kruse

dr. Kruse hat eine interessante these aufgestellt über intelligente netzwerke, wie sie aufgebaut werden und warum sie überlebensfähiger sind als konventionell strukturierte firmen. hat mein hirn und meine vorstellungskraft richtig angeregt.

angeregt wurde ich vor allem vor einer weile durch ein interview mit peter kruse:

sueddeutsche.de: Eine Verweigerung, am Geschehen in den Netzen teilzunehmen, wäre Ihrer Meinung nach also töricht? Kruse: Ja, so töricht, wie jede Verweigerung der Teilnahme an sozialer Gemeinschaft. Das Internet ist ein Gehirn aus vielen Gehirnen - sehr dynamisch und komplex, unkontrollierbar und überraschend sicherlich, aber auch mit einer immanenten Tendenz zur stabilen Musterbildung. Wo Menschen interagieren, entsteht immer Ordnung. sueddeutsche.de: Und was ist mit der Marktmacht einzelner Internet-Unternehmen wie Google? Kruse: Ich würde mit diesem entspannten Gefühl sogar so weit gehen, dass es mir fast egal ist, wer die entstehende kollektive Intelligenz rein physikalisch am Leben erhält. So wenig wie ein Gedanke auf die neuronale Struktur des Gehirns zurückführbar ist, so wenig garantiert das Zurverfügungstellen von Speicherplatz und Serverarchitektur die Hoheit über die Inhalte im Netz. Solange das schon vom Vater des Internets, Tim Berners-Lee, erträumte automatische Sprachverstehen noch nicht realisiert ist, hat Orwells "großer Bruder" immer noch das Problem, die ungeheuren Ströme von Information nicht wirklich systematisch durchforsten zu können. Am Ende ist der "große Bruder" dann auch nur ein Netzwerkteilnehmer unter vielen und durchaus keine ultimative Machtinstanz.

bin gespannt, ob das experiment klappt.

Comments:

Konstantin am 2010-02-03

vielleicht klappt es aber auch nicht so gut. die blog-artikel werden zwar gelesen, aber die kommentare bleiben dann doch bei facebook hängen. auf der anderen seite: ich will nicht dem wahn verfallen, alle konversationen unbedingt auf meinem blog haben zu müssen. schade ist nur, dass ich nicht aus dem blog auf die facebook-kommentare verlinken kann.


ben_ am 2010-02-03

Bei aller Liebe … Handlung und Rechtfertigung scheinen mir da in einem merkwürdigen Verhältnis zu stehen. Warum bist Du dann nicht auch mit Deinen Blog-Artikel bei Twitter? Bei MySpace? Bei wer-kennt-wen? Bei Tumbler?


Konstantin am 2010-02-03

bei twitter hab ich die artikel auch gepostet, nach dem mir mehrere gesagt haben, dass sie feeds nicht mehr lesen, aber twitter. hat was gebracht.
bei tumblr bin ich, ich nutze es nur nicht. ich kenne aber auch keinen, der tumblr mehr als für bloggen nutzt. und bei wer-kennt-wen kenn ich gar keinen. was soll ich da also?


Mimo am 2010-02-03

Bei wer-kennt-wen kenne ich gar keinen. Sehr gut. :)


Comment form here

Topics:

Blogging

das schreiben ins netz, meist von einer privatperson. die artikel sind zeitlich orientiert und meist an aktuelle ereignisse geknüpft. ich blogge höchst unregelmäßig in schüben von ein paar monaten, angefangen in 2001.

Facebook

Proprietäres, geschlossenes Social Network, das zur Zeit große Popularität genießt, nicht zuletzt wegen seiner einfachen Bedienbarkeit.

konnexus.net

konnexus.net ist ein experiment: informations-aggregation, filterung und semantische zuordnung von topics. basierend erstmal auf meinen bookmarks und meinen aufgeschriebenen gedanken. für mehr info siehe about.

 
Peter Kruse

dr. Kruse hat eine interessante these aufgestellt über intelligente netzwerke, wie sie aufgebaut werden und warum sie überlebensfähiger sind als konventionell strukturierte firmen. hat mein hirn und meine vorstellungskraft richtig angeregt.

Tags: