die zeit der elternzeit
2010-04-23
heute ist mein letzter tag vor der elternzeit. ab morgen beginnt eine neue zeit.
ich freue mich schon seit wochen. ich freue mich wie blöd. frau liäschle frage mal "was meinst du mit 'freuen wie blöd?'". freuen wie blöd bedeutet vorfreude ohne sich rechenschaft darüber zu geben, ob die freude tatsächlich so groß wird. es ist das freuen ohne das heranziehen des großhirns. herrlich.
was anders wird
so wie ich die sache sehe, werde ich einen sommer haben, den ich so schon lange oder noch nie hatte:
- sonne. uneingeschränkt. seit einem jahrzehnt ein sommer, in dem keine jalousien mich von der sonne trennen.
- stundenlanges draußen sein. den ganzen sommer über.
- computer - kein muss. ich meine, ein kann. aber kein muss. ich muss damit kein geld verdienen, kein diplom machen, keinen bürojob machen
- die stadt bei tag erleben. das hatte ich zuletzt im studium, und auch das nur eingeschränkt.
- A_ beim wachsen zusehen. ich schrieb ja schon, dass es wenig geht über das archaische gefühl, seinen sohn zu spüren. davon kommt jege menge.
- essen was ich will. ich koche für mich selbst. ich kaufe selber ein. ich muss auf kaum jemand rücksicht nehmen (@S schmeckt in der regel das, was ich mache).
- bart? kein bart? egal! ich muss nirgendwo hin, ich muss keine etikette einhalten.
- sich nichts vornehmen, außer eins: für @A da sein. das ist ziemlich befreiend. nichts "darüberhinaus" tun zu müssen. kein schlechtes gewissen haben.
- reflektieren. während unzähliger routinejobs all das verdauen, was in den letzten jahren passiert ist. und das ist einiges, ein ganzer haufen
- freunde besuchen. illian beim malen zusehen. mit andreas spazieren gehen. ganz entspannt.
- überhaupt: entspannen. locker lassen. es ruhig angehen lassen. heißt nicht: nichts tun. heißt aber: zu sich kommen.
ich nehme mir nichts vor. und es wird bestimmt großartig.
Das hört sich extrem nach einem grossartigen Sommer an. Viel Spass dabei /m