Vuvuzela

 

Nach dem dritten Fußballspiel der WM muss ich mal eins zu dem trötenden Gedröhne los werden:

If you keep blowing vuvuzela, you are not making cheering any better. You are only removing being quiet, singing, shouting and whistling from the system."

So ein Gedröhne erlebte ich das letze mal an einer Nacht in einem Zelt mit kaputtem Netz, an einem Fluss mitten im sibirischen Sommer. Da, wo du nicht drei Mücken an deinem Ohr hast, sondern dreihundert.

Und was schade daran ist: Es gibt gar keine Spannungskurven. Das ist schlimmer als schlechter Techno. Vielleicht ist das die afrikanische Art, sich durch Monotonie in Trance zu versetzen. Die meine ist es nicht.

Comments:

Anonymous am 2010-06-14

Ja.


wolfgang am 2010-06-14

Ja?

Ich habe mal gehört, dass diese Tröten (wohl eher die KuduZela) sehr wohl zur Stimmungsmache im Stadion genutzt wird (in Afrika). Dort entstehen dann auch Melodien und dergleichen, mit diesem Plastikding ist das aber nicht möglich.

Ich kenn aber noch etwas nervenders... Die Zikaden in Marseille (gibt es bestimmt auch woanders) sind absolut Ohrenbetäubend.


Simon am 2010-06-14

Finde auch, dass Mücken vom Nervigkeitsgrad sehr viel gemein haben mit den Uwe-Seelers :) Als ich das erste mal in den Genuss dieser Geräuschkulisse kam, musste ich spontan an ein Wespennest denken.


Konstantin am 2010-06-15

Danke, Wolfgang, für die Hintergrundinfos. Wie gesagt, ich habe nichts gegen Tröten allgemein. Ich habe nur was gegen die Monotonie.

@Simon: Ein wenig habe ich gebraucht, bis ich rausfand, wie diese Trompeten heißen. "Wowo sela" war mein erster Suchbegriff bei Google. Drei, vier Suchanfragen inkl. "Meinen Sie ...?" habe ich gebraucht. Ich wäre wahrscheinlich aber schneller, wenn ich in der Presse die Artikel durchgeblättert hätte.


Tamim Swaid am 2010-06-15

Also, Ich habe die Vuvuzela App


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Das Auf-den-Punkt-Runterdampfen, die Essenz herausschälen und zu einer Wahrheit verdichten, das ist eine Kunst für sich. Deshalb sammele ich ab und zu Zitate.

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