MacBook Air – Apples Netbook

 

Ein paar Monate zuvor habe ich mich gefragt, welches Gerät rauskommen würde, wenn man ein iPad mit einem Laptop kreuzt. Ich habe das iPad sehr schätzen gelernt. Allerdings ist es nicht geeignet für größere Arbeit. Mir hat eine physische Tastatur gefehlt, um mal schnell und unangestrengt Texte zu schreiben. Mir hat ein Dateisystem und Multitasking gefehlt, um zu Coden oder Fotos zu bearbeiten. Diese Kreuzung zwischen iPad und Laptop zu unternehmen muss fruchtbar sein, nahm ich an. Meine Überlegungen haben nun eine Form gefunden: das neue MacBook Air.

Das Erbe des iPads

Vom iPad hat das Air:

  • Sofortigkeit: Das Ding geht sofort nach dem Öffnen an.
  • Leichtigkeit: Es wiegt nur halb so viel wie mein Rechner, nur so viel wie eine Flasche Milch.
  • Geschwindigkeit: Durch die neuen Flash-Festplatten muss das Umgehen mit Dateien wesentlich schneller sein.
  • Lautlosigkeit: Da es keine sich drehende Festplatte gibt, dürfte es fast kein Geräusch machen (und somit fast so leise sein wie das lautlose iPad).
  • Mobilität: Die oberen Eigenschaften machen das Air zu einem wunderbaren Gerät zum mitnehmen.

Das Erbe des Laptops

Vom MacBook hat das Air:

  • Die Tastatur: Ja, eine physische Tastatur ist immer noch bei weitem das schnellste Mittel zum Schreiben. Aufklappen und die Tastatur ist da. Und man kann das Air wunderbar auf dem Schoß platzieren.
  • Das Dateiensystem: Fotos, Filme, Blogartikel. Das sind alles Dateien, die ich brauche und verwalte. Dafür ist das iPad doch zu sehr ein Konsumgerät.
  • Das Betriebssystem: Viele Programme laufen immer noch nur auf einem MAC OS. Und das ist auch gut so. Programmieren zum Beispiel mache ich selten nur in einem Fenster und benutze dafür gleich mehrere Programme: Textmate, Transmit, CSS Edit, Vorschau, Pixelmator.
  • Die Robustheit: Durch das Alluminiumgehäuse ist das Air recht widerstandsfähig und somit zum Mitnehmen gut geeignet.

Für stille (studentische) Arbeit

Während das iPad sich hervorragend für den Informationsinput eignet und auch sehr gut in einer Gruppe funktioniert, scheint mir das Air hervorragend als Werkzeug zum stillen Arbeiten zu sein. Ob sich das bewahrheitet wird sich zeigen. Ein paar Freunde haben ihr Gerät schon bestellt und werden sicherlich berichten.

Das Air finde ich übrigens sehr gut für Studenten geeignet. Meine Schwester pendelt dauernd zwischen der Bibliothek, den Hörsälen, der Kantine, dem Zuhause. Das A und O für sie ist ein leichtes Gerät, mit dem sie problemlos mit Office-Programmen arbeiten kann. Das Air hat auch den richtigen Preis für Studenten (wenn man sich überhaupt auf einen Mac preislich einlassen will).

Mobilität und Netbook-Charakter

Sofortige Betriebsbereitschaft, Robustheit und ein moderater Preis: so kriegt das neue Air eine völlig andere Positionierung als das Vorgängermodell. Das alte Air schien nur für Präsentationszwecke von Geschäftsführern mit wenig Ausgabenschmerzen geeignet. Es war teurer als das MacBook Pro, leistete aber weniger. Mit der 11"-Version des neuen Air dagegen hat Apple sogar eine Lücke in seiner Produktpalette geschlossen. Sie bauten ihr erstes Netbook.

Für Eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren bin ich sehr dankbar.

Comments:

Markus Freise am 27.10.2010

Sehr interessante Gedanken. Ich hadere so komplett mit mir, wie mein zukünftiges Setup aussehen könnte. Aktuell habe ich noch ein MBP 15" (2008er). Nun überlege ich, was ich wirklich brauche. Ich möchte mobil bleiben bzw. noch mobiler werden, aber die Sperrigkeit des MBP 15 los werden, aber die notwendige Rechenpower nicht einbüßen und und und. Das iPad ist für mich keine wirklich Alternative, sondern nur ein passabler „Sportflitzer“ als Zweitwagen. Wenn ich eins hätte: Schön. Wenn nicht, fehlt's irgendwie nicht. Mit einem Auge habe ich schon auf das 13"er MBA geschielt. Nur die 4 GB RAM und 256 GB SSD scheinen mir schlicht zu wenig. Verdammt.


Konstantin am 27.10.2010

Soweit ich Dich kenne, Markus, wirst Du auch einiges mit Grafikprogrammen arbeiten. Wenn man dann noch Windows als VM drauf laufen lässt, kann ich mir vorstellen, dass der Air richtig in die Knie geht.


schwesterchen am 27.10.2010

ja, da hat er nicht unrecht. aber das ding hat kein cd-laufwerk ... mh, das scheint hier keinen zu stören.

ich würde sagen, mein mac bleibt (speierplatz und cd-laufwerk), aber bald gibts ein geschwisterchen ;)

aber erst sparen sparen sparen


Indra am 28.10.2010

Ich hoffe ich kann bald berichten. Habe gerade die Meldung von Apple bekommen, dass es versandt wurde. Nach den angekündigten 3 Tagen bis es versandfertig ist und meiner Bestellung am Sonntag liegen sie gerade noch so im Plan. Allerdings haben sie als voraussichtliches Lieferdatum den 12. November genannt, was so gar nicht in den ursprünglichen Zeitplan von Lieferung zwischen 5. und 8.11. passt. Egal, Geduld ist eine Tugend. Das fehlende Laufwerk spielt für mich tatsächlich keine Rolle. Als ich mir überlegt habe, wann ich das Laufwerk meines derzeitigen Notebooks das letzte Mal genutzt habe bin ich auf einen Zeitpunkt gekommen, der mehr als 1,5 Jahre her ist. Speicherplatz ist da schon eher relevant. Meine Meinung ist die, dass es knapp werden könnte, wenn das Air der alleinige Rechner ist. Ich freue mich schon, berichten zu können.


arne am 29.10.2010

Mein MacBook Air (11 Zoll, 1,6 GHz, 4 GB Ram, 128 GB HDD) ist heute angekommen. Schönes Ding. Ich schreib demnächst mal 'n Blogeintrag. Wird bei mir zuhause der alleinige Privatrechner. Bin gespannt :)


Konstantin am 29.10.2010

@Arne: Oh ja, bitte einen Bericht schreiben. Der ben_ hat schon verraten, dass Du Dir einen bestellt hast.

@Indra: Dann kann ich mir das schöne Ding ja bald angucken!


Indra am 29.10.2010

Schau mal, da hat einer ähnliche Gedanken gehabt :)


Konstantin am 29.10.2010

Danke, Indra. In dem Artikel stehen übrigens ein paar Fakten von Tests, auf die ich gewartet habe. Zum Beispiel:

Even the base $999 model was powerful enough to easily run seven or eight programs at once, including Microsoft Office, iTunes and the Safari browser with more than 20 Web sites open. It also played high-definition video with no skipping or stuttering.


Paul am 02.11.2010

Für den halben Preis würde ich es mir glatt kaufen. 999 Dollar sind leider alles andere als moderat.


arne am 04.11.2010

Hi Konstantin, interessant dass der ben_ meine Käufe schon ausgeplaudert hat ;) Der Bericht ist jetzt jedenfalls unter http://www.arnalyse.de/2010/11/weniger-ist-air/ online. :)


Konstantin am 04.11.2010

Der ben_ hat zwar geplaudert, ich hab aber Deinen Namen erstmal verheimlicht :-) Und danke für den Bericht!


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firma, die computer- und medientechnologie herstellt. ux-getrieben, begnügt man sich nicht mit der erstellung von software, sondern auch von hardware sowie der gestaltung gesamter (öko-)systeme, in denen die produkte eingebunden sind.

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