MacBook Air – Apples Netbook
2010-10-26
Ein paar Monate zuvor habe ich mich gefragt, welches Gerät rauskommen würde, wenn man ein iPad mit einem Laptop kreuzt. Ich habe das iPad sehr schätzen gelernt. Allerdings ist es nicht geeignet für größere Arbeit. Mir hat eine physische Tastatur gefehlt, um mal schnell und unangestrengt Texte zu schreiben. Mir hat ein Dateisystem und Multitasking gefehlt, um zu Coden oder Fotos zu bearbeiten. Diese Kreuzung zwischen iPad und Laptop zu unternehmen muss fruchtbar sein, nahm ich an. Meine Überlegungen haben nun eine Form gefunden: das neue MacBook Air.
Das Erbe des iPads
Vom iPad hat das Air:
- Sofortigkeit: Das Ding geht sofort nach dem Öffnen an.
- Leichtigkeit: Es wiegt nur halb so viel wie mein Rechner, nur so viel wie eine Flasche Milch.
- Geschwindigkeit: Durch die neuen Flash-Festplatten muss das Umgehen mit Dateien wesentlich schneller sein.
- Lautlosigkeit: Da es keine sich drehende Festplatte gibt, dürfte es fast kein Geräusch machen (und somit fast so leise sein wie das lautlose iPad).
- Mobilität: Die oberen Eigenschaften machen das Air zu einem wunderbaren Gerät zum mitnehmen.
Das Erbe des Laptops
Vom MacBook hat das Air:
- Die Tastatur: Ja, eine physische Tastatur ist immer noch bei weitem das schnellste Mittel zum Schreiben. Aufklappen und die Tastatur ist da. Und man kann das Air wunderbar auf dem Schoß platzieren.
- Das Dateiensystem: Fotos, Filme, Blogartikel. Das sind alles Dateien, die ich brauche und verwalte. Dafür ist das iPad doch zu sehr ein Konsumgerät.
- Das Betriebssystem: Viele Programme laufen immer noch nur auf einem MAC OS. Und das ist auch gut so. Programmieren zum Beispiel mache ich selten nur in einem Fenster und benutze dafür gleich mehrere Programme: Textmate, Transmit, CSS Edit, Vorschau, Pixelmator.
- Die Robustheit: Durch das Alluminiumgehäuse ist das Air recht widerstandsfähig und somit zum Mitnehmen gut geeignet.
Für stille (studentische) Arbeit
Während das iPad sich hervorragend für den Informationsinput eignet und auch sehr gut in einer Gruppe funktioniert, scheint mir das Air hervorragend als Werkzeug zum stillen Arbeiten zu sein. Ob sich das bewahrheitet wird sich zeigen. Ein paar Freunde haben ihr Gerät schon bestellt und werden sicherlich berichten.
Das Air finde ich übrigens sehr gut für Studenten geeignet. Meine Schwester pendelt dauernd zwischen der Bibliothek, den Hörsälen, der Kantine, dem Zuhause. Das A und O für sie ist ein leichtes Gerät, mit dem sie problemlos mit Office-Programmen arbeiten kann. Das Air hat auch den richtigen Preis für Studenten (wenn man sich überhaupt auf einen Mac preislich einlassen will).
Mobilität und Netbook-Charakter
Sofortige Betriebsbereitschaft, Robustheit und ein moderater Preis: so kriegt das neue Air eine völlig andere Positionierung als das Vorgängermodell. Das alte Air schien nur für Präsentationszwecke von Geschäftsführern mit wenig Ausgabenschmerzen geeignet. Es war teurer als das MacBook Pro, leistete aber weniger. Mit der 11"-Version des neuen Air dagegen hat Apple sogar eine Lücke in seiner Produktpalette geschlossen. Sie bauten ihr erstes Netbook.
Für Eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren bin ich sehr dankbar.
Sehr interessante Gedanken. Ich hadere so komplett mit mir, wie mein zukünftiges Setup aussehen könnte. Aktuell habe ich noch ein MBP 15" (2008er). Nun überlege ich, was ich wirklich brauche. Ich möchte mobil bleiben bzw. noch mobiler werden, aber die Sperrigkeit des MBP 15 los werden, aber die notwendige Rechenpower nicht einbüßen und und und. Das iPad ist für mich keine wirklich Alternative, sondern nur ein passabler „Sportflitzer“ als Zweitwagen. Wenn ich eins hätte: Schön. Wenn nicht, fehlt's irgendwie nicht. Mit einem Auge habe ich schon auf das 13"er MBA geschielt. Nur die 4 GB RAM und 256 GB SSD scheinen mir schlicht zu wenig. Verdammt.