Kölner Dom - der Todesbringer

 

Dass der Kölner Dom ein hervorragendes Zeichen ist, wusste ich zwar, habe es aber auf diese Weise nicht gesehen: Während des zweiten Weltkrieges waren seine Doppeltürme für die Bomberpiloten der Alliierten eine hervorragende Orientierung. Man konnte die Doppelspitze zich Kilometer weit aus der Luft sehen. Und deshalb ist vom alten Köln fast nichts übriggeblieben.

Kölns (Wahr-) Zeichen hat also nicht nur viele Touristen, sondern auch den Tod nach Köln gelotst.

Comments:

Dominik am 08.11.2010

Ich kann gerade keine Quelle finden, meine aber, dass für mein schönes Ulm das Gleiche zutrifft. Das Münster war über die Dezembernebelschwaden hinaus zu sehen und beinahe die ganze Altstadt Ulms wurde vernichtet. Nur die Kirche selbst blieb beinahe unversehrt.


Konstantin am 08.11.2010

Gerade wenn ich mir dieses Luftbild angucke, kann ich mir richtig vorstellen, wie die Piloten ausgerechnet die Domspitzen stehen lassen, damit er weiterhin als Leuchtfeuer dienen können.


wolfgang am 08.11.2010

Das Bild aus dem Teaser ist aber doch bearbeitet, oder? normalerweise sind die Häuser rund um den Dom nicht so blass.

Zwei Dinge fallen mir spontan dazu ein:

  1. Das sieht man mal, dass Köln sogar etwas mit New York gemeinsam hatte (ui wie makaber). und
  2. Das es scheinbar gar nicht so schwer ist, ein Ziel an zu visieren und absichtlich daneben zu schießen, oder damals war das Fliegen nicht so einfach wie heute...

Konstantin am 08.11.2010

Also wenn man die Parallele zu New York auf die Spitze treiben wollte, würden die Taliban sich immer an den Twin Towers orientieren, aber kurz davor in andere Gebäude reinfliegen und die Towers stehen lassen. Was für ein groteskes Bild.


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